Peter Dürrenmatt

Porträt Nr. 10: Kirchgemeinderatspräsident 2011 - 2025, Peter Dürrenmatt
Peter Dürrenmatt
RhB

Interview

Was Peter Dürrenmatt anpackt, macht er mit Freude, Engagement und Ausdauer. Achtzehn Jahre hat er im Kirchgemeinderat mitgewirkt und während vierzehn Jahren der Kirchgemeinde Arth-Goldau als deren Präsident ein Gesicht gegeben. Am ersten Januar 2026 legt Peter sein Amt in andere Hände. Ein Moment zum Innehalten, zum Zurückschauen und zum Vorwärtsblicken.

Peter kommt ursprünglich aus Rüti bei Büren im Kanton Bern. Wegen seines Jobs als Lokführer ist er 1990 nach Oberarth gezogen, wo er mit seiner Frau Lidia und den drei (mittlerweile erwachsenen und ausgezogenen) Kindern wohnt. Seit 1990 ist er Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Arth-Goldau. Um einen Ausgleich zur «einsamen» Arbeit in der Fahrerkabine zu finden, ist er zudem seit langem aktives Mitglied des Männerturnvereins.

Als Peter Dürrenmatt von seinem Vorgänger Peter Bieri angefragt wird, ob er sein Nachfolger als Kirchgemeindepräsident werden möchte, ist Peter zuerst so überrascht, dass er laut lachen muss. Dennoch entscheidet er sich bald darauf, diese neue Herausforderung anzunehmen. Es ist vor allem der Wunsch «etwas Sinnvolles zu machen», der ihn motiviert. Als Lokführer begleitet er tagtäglich Menschen auf ihrer Reise, bleibt dabei aber distanziert und unpersönlich. Bei seinem Engagement in der Kirchgemeinde kann er den Menschen hingegen nahe sein. Seine Nahbarkeit, sein ehrliches Interesse an den Menschen und ihren Bedürfnissen und sein grosses Netzwerk, das weit über die Grenzen der eigenen Kirchgemeinde hinausreicht, werden zu Peters Markenzeichen als Präsident. Dass er solange dabei bleibt, damit hat Peter selbst nicht gerechnet. «Es war schnell sehr spannend und hat einfach gepasst» sagt er im Rückblick. Besonders gefreut hat es ihn, gemeinsam mit anderen «etwas Grosses» auf die Beine zu stellen wie z.B. die kantonalen Kirchentage, bei denen alle Kirchgemeinden des Kantons trotz aller Unterschiede zusammen ein Projekt realisiert haben. Weniger gute Erinnerungen hat er an Sitzungen in der Synode, bei denen viel übers Geld diskutiert und dabei der Blick fürs Wesentliche z.T. verloren worden ist. Verständlich, denn Peter ist kein Buchhalter, sondern ein Visionär mit klaren Vorstellungen, was er sich für die Kirche und von der Kirche wünscht. Wichtig ist ihm insbesondere eine offene Haltung gegenüber neuen Ideen, wobei weniger manchmal mehr ist: «Nicht krampfhaft tausend Angebote schaffen, die dann niemanden interessieren, sondern zuerst zuhören, was die Leute wirklich wollen».

Hinsichtlich der Zukunft der reformierten Kirchgemeinde Arth-Goladu zeigt sich Peter zuversichtlich. Er freut sich, mit Carina Meier eine neue Pfarrperson gefunden zu haben, die zur Kirchgemeinde passt. Der Kirchgemeinderat ist eine bunt durchmischte Truppe aus Frauen und Männern, aus Erfahrenen und Jungen, die Peters offenen Geist weiterleben und die sich der Kirchgemeinde verbunden fühlen.

Dass seine eigene Verbindung zur Kirchgemeinde nach seinem Abgang als Präsident schwinden könnte, glaubt Peter nicht. Als Teilnehmer der ü60-Anlässe und als Besucher in den Gottesdiensten werde er weiterhin Teil der Gemeinschaft bleiben. «Der Gottesdienstbesuch, das erdet mich, das ist Tiefenentspannung pur, die ich mir auch weiterhin gönnen werde».

Wir danken Peter von Herzen für sein grosses und unermüdliches Engagement für unsere Kirchgemeinde, für seinen Humor, seinen offenen Geist und sein weites Herz. Er hat unsere Kirche über lange Zeit wesentlich mitgestaltet und wird noch weit über seine Amtszeit hinaus einen prägenden Eindruck hinterlassen.

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