Susanne Mühlebach

Porträt Nr. 8: Religionslehrperson, Susanne Mühlebach
03ffe449-131b-41ad-b0b9-e1877af55a16

 

Interview Susanne Mühlebach ist Religionslehrerin mit Herz und Seele. Bereits seit über fünfzwanzig Jahren arbeitet sie mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters und bringt diesen im Unterricht Glaube und Religion näher. Zugleich arbeitet sie seit 23 Jahren als Sigristin in Schwyz und engagiert sich nebenbei im Konfirmanden-Unterricht sowie auch bei Anlässen der über 60-Jährigen. Im Sommer 2025 geht Susanne in Pension und legt ihre Lehrtätigkeit ab. Grund genug, einen Blick zurück zu wagen und herzlich Danke zu sagen.

Ursprünglich hat Susanne nicht im Sinn gehabt, Religionslehrerin zu werden. Die Ausbildung zur Katechetin hat sie anfangs begonnen, weil sie damit ihren eigenen Wissensdurst stillen und sich intensiv mit der Bibel auseinandersetzen wollte. Schliesslich hat sich Susanne jedoch während sieben Jahren für ihre Arbeit aus- und weitergebildet und im Unterrichten und Begleiten der jungen Menschen ihre Berufung gefunden. Susanne liegt insbesondere der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe nahe und sie schätzt deren Offenheit und Diskussionsfreude. Aktuell unterrichtet sie vier 6. Klassen in Goldau und 15 Klassen an der Mittelpunktschule in Oberarth. Die Arbeit macht ihr noch immer Freude und ihren Beruf würde sie rückblickend sofort wieder ergreifen. Trotzdem passt es für sie, im Sommer in Pension zu gehen, auch wenn sie die Schülerinnen und Schüler sicherlich vermissen wird. Nicht fehlen werden ihr hingegen die vielen Sitzungen, die sie oft als «Muss» und teilweise auch als Leerlauf empfunden hat. Dank ihres offenen Ohrs für die Bedürfnisse und Anliegen der Jugendlichen ist es ihr immer wieder gelungen, deren Vertrauen zu gewinnen, so dass sie manchmal besser informiert war über deren Befinden als die Klassenlehrpersonen. Dass Susanne nicht nur von den Schülerinnen und Schüler respektiert, sondern auch im Lehrerteam geschätzt wird, liegt daran, dass sie sich immer schon über den Religionsunterricht hinaus engagiert hat. So ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass sie bei Projekttagen der Schule, an Sporttagen und in Skilagern mit dabei ist. Obwohl sie selbst im Schulhaus gut integriert ist, meint sie, dass der Weg dahin führen wird, Religion zukünftig nicht mehr an den Schulen zu unterrichten. Die Zeiten ändern sich und auch der Religionsunterricht muss neu gedacht werden, um zeitgemäss zu bleiben. Ein wichtiges Anliegen ist es Susanne, auch weltliche Themen im Religionsunterricht aufzunehmen. So knüpft sie an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und an aktuelle gesellschaftliche Themen an und zeigt zugleich Bezüge zur Bibel und Religion auf. Susannes Tipp an frische Religionslehrpersonen lautet passend dazu: «Hört den Jungen zu. Habt ein offenes Ohr für ihre Wünsche und ihr Befinden. Unterrichtet nicht stur nach eurer Planung, sondern bleibt offen für Unvorhergesehenes. Nehmt euch Zeit und investiert in die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern.»

In der reformierten Kirchgemeinde Arth-Goldau ist Susanne seit 2001 angestellt. Nebst dem Unterrichten hat sie sich in zahlreichen Gottesdiensten eingebracht und Anlässe der Kirchgemeinde mitgestaltet. Sie hat elf Konfirmandenlager begleitet, kennt viele Leute und fühlt sich der Kirchgemeinde dadurch sehr verbunden. Eine Verbindung, die auch dann bestehen bleibt, wenn Susanne nicht mehr für die Kirchgemeinde arbeiten wird. Susanne freut sich darauf, wenn ihr Alltag nach der Pensionierung nicht mehr von der Uhr diktiert wird und sie mehr Zeit in ihrer Nähstube, mit ihren Enkelkindern und ihrem Hund Cookie verbringen kann. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Susanne Mühlebach von Herzen alles Gute und danken für ihr grosse Engagement für den Religionsunterricht und für ihre Schülerinnen und Schüler in all den vielen Jahren!
Kurzfragen Welches Buch liest du zurzeit?
Sonne über dem Salzgarten

Wohin reist du in die Ferien?
Nach Portugal

Welcher Spruch passt zu deinem Leben?
Lebe deine Träume

Wunsch Gesund bleiben
Bereitgestellt: 30.03.2025    
aktualisiert mit kirchenweb.ch             Datenschutz