Gegenwärtige Entwicklungen

Unsere Kirchgemeinde ist eine kleine, aber immer noch wachsende Landgemeinde. Am 1. Januar 2016 zählt sie 1330 Mitglieder und hat weiterhin einen Bevölkerungsanteil von ungefähr 10%. Sie erstreckt sich über die Gemeinden Arth (bestehend aus Arth, Oberarth und Goldau), wo sie einen vorstädtischen Charakter gewinnt, während Reformierte in den stark katholischen Berggemeinden Lauerz, Steinerberg und Sattel teilweise immer noch etwas leicht Exotisches darstellen. Dennoch ist die Akzeptanz in der Bevölkerung bereits seit vielen Jahr sehr gross.

Weisses Waldvögelein<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-arth-goldau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>29</div><div class='bid' style='display:none;'>160</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Weisses Waldvögelein

Ein welkes Blatt<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-arth-goldau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>29</div><div class='bid' style='display:none;'>162</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Ein welkes Blatt

Allium<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-arth-goldau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>29</div><div class='bid' style='display:none;'>161</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Allium

Diaspora Früher hiess es, dass in der goldenen Diaspora echtes Gemeindeleben möglich sei, wo Menschen für ihre Kirchgemeinde einstehen. Dort sei noch vieles möglich, was in den reformierten Kantonen bereits verschwunden sei. Engagement, Zusammenhalt, Geschlossenheit...
Aber auch hier werden Menschen jeglicher Gesinnung individueller und die Bedürfnisse persönlicher. Rein äusserlich zeigt sich das in einer wenig konfessionsgebundenen Zugehörigkeit. Salopp gesagt sind die Menschen hier ebenso mobil und unternehmungslustig wie anderswo.

Erlebnishaft Es ist sicher nicht bedauerlich, dass Gemeinde & Gemeinschaft auch erlebt werden will. Hat nicht Jesus Christus und seine Nachfolger immer wieder Menschen zusammengebracht? Insofern handelt es sich gewiss um ein legitimes Phänomen. Führte vor Jahrzehnten des Gemeindeleben schon rein gesellschaftlich zu einer Vernetzung von Menschen, so ist dies heute nicht mehr gegeben. Morgenessen im Kirchgemeindehaus mit anschliessendem Gottesdienst, Seniorennachmittage mit Unterhaltung, ein Familiengottesdienst im Freien oder Erwachsenenbildung mit familiärem Charakter können Menschen berühren und verbinden.
Aber sie werden auch zunehmend der Geschmacksfrage ausgeliefert. Was dem einen gefällt, mag der anderen gar nicht passen. Und so bleibt die Kirchgemeinde trotz Erlebnisbezug immer nur ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit. Man kann sogar sagen, dass er auch exklusiv wirkt (im Sinn des Wortes!), weil er Menschen mit einem anderen Erlebnisbedarf kaum integrieren kann.

Kasualgemeinde Sofern die Kommunikation gelingt, spielen die sogenannten Lebensfälle wie Heirat, Taufe, Konfirmation und Beerdigung immer noch eine grosse Rolle. Persönliches steht in der Mitte, will gefeiert, betrauert, begangen werden. Und immerhin wird da Gott gesucht. Fürs Gelingen sicher wichtig, Sprache und Anknüpfung zu finden, damit "Himmel und Erde sich berühren" können.
In der Innerschwyz kommen Segnungs- und Einweihungsfeiern hinzu... für Vereine wie die Samariter und die Feuerwehr zum Beispiel oder auch für (halb-)öffentliche Institutionen wie den Tierpark Goldau. Solange Gottes Wort und sein Segen gesucht wird, sollte sich die Kirche dem nicht entziehen. Sie bleiben eine gute Möglichkeit, Kirche für Menschen zu sein. Hinauszugehen, um Gottes Wort in vielfältiger und lebensbezogener Übersetzung in den Alltag zu tragen.

Glaubwürdigkeit So bleibt die Chance, das Evangelium in Beziehungen und durch die Nähe wirken zu lassen. Persönliche Begegnungen im Spital, beim Einkaufen, am Gartenhag oder an einem Dorffest wirken vertiefend und bieten auch den Anlass, später wieder auf etwas zurückzukommen.
Evangelium mit Beziehung baut eine Glaubwürdigkeit auf, von der später Anlässe, Hilfswerke und lokales Engagement profitieren. Aus der direkten Nähe Menschen gewinnen ohne sie zu überwältigen, eine Strategie, die nicht auf Zahlen zielt, sondern langfristig mit den Menschen leben will.

Das Evangelium hat eine zutiefst diakonische Seite, aufrichtend, integrierend, Leben anbietend. Oder wie sagte es Paulus so schön:

"Glaube, Liebe, Hoffnung - diese drei.
Die Liebe aber ist die grösste unter ihnen.!"

(1. Kor 13,13)

Autor: Urs Heiniger     Bereitgestellt: 27.01.2016     Besuche: 14 Monat