Über Mauern springen – Besuch in der reformierten Kirche Oberarth

mauernTi (Foto: PR)


Katholische Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Lauerz besuchten am Samstag unsere reformierte Kirche unter dem Motto „Über Mauern springen“. Erste Station war die Libanon-Zeder, die als Symbol für Stärke, Würde und Verwurzelung steht – ein Ort, der daran erinnert, was Menschen Halt gibt, unabhängig von ihrer Konfession.
Peter Rytz,
Beim Rundgang zeigte sich die besondere Wirkung der Kirche: Sie steht auf einer Felsenfluh und wirkt mit ihren neugotischen Formen fast wie eine kleine Burg. Um 1900 war das ein bewusstes Zeichen: Die Reformierten waren im Kanton Schwyz eine kleine Minderheit und wollten mit diesem Bau sagen: „Wir sind da, wir gehören dazu, wir bleiben.”

Im Innern begegneten die Jugendlichen einer hellen, schlichten Kirche, die den Fokus auf Bibel, Predigt und Gemeinschaft legt. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden die Unterschiede zur katholischen Kirche St. Niklaus in Lauerz erarbeitet. Was fällt auf? Was fehlt? Was wirkt anders?
So entstand ein lebendiges Gespräch über Bilder, Altäre, Rituale und die verschiedenen Ausdrucksformen des Glaubens.

Zum Abschluss half ein moderner Vergleich: Reformiert und Katholisch sind wie Spotify und Apple Music – verschiedene Oberflächen, gleiche Playlist. Die Songs heissen Respekt, Hoffnung, Nächstenliebe, Vergebung und christlicher Glaube. Diese Musik darf man laut hören – gemeinsam, über alle Unterschiede hinweg.
Bereitgestellt: 15.06.2026     Besuche: 26 Monat
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