Ernten, danken und sich begegnen

DSC_7133 (2) (Foto: Ruedi Gantenbein)

Am Sonntag 25. September feiern wir in der reformierten Kirche in Oberarth zusammen den Erntedank im Rahmen eines Familiengottesdienstes. Im Bewusstsein, dass Hunger in der Welt wieder zunimmt, gewinnt dieser Tag eine besondere Bedeutung. Die reiche und schön arrangierte Ernte in Form von Birnen, Äpfeln, Zwetschgen, Trauben, Nüssen und Kürbissen macht deutlich, dass wir guten Grund haben, um zusammenzukommen und DANKE zu sagen.
Dominique Schmid,
Der Gottesdienst wird von Pfarrer Urs Heiniger gehalten. Unterstützt wird er vom Religionslehrer Johannes Schwimmer, der die Fürbitten vorträgt und den Gottesdienst um eine lustige Geschichte bereichert.

Ein kleiner Junge möchte herausfinden, wer Gott ist. Zusammen verbringt er den Nachmittag mit einer alten Frau auf einer Parkbank, teilt mit ihr Cola und Schokoriegel und schaut den Tauben zu. Ganz nebenbei entdeckt er Gott im hinreissenden Lächeln der alten Frau. Diese wiederum erkennt im kleinen Jungen den lieben Gott und meint: «Ich habe nicht gedacht, dass Gott so jung ist».

Gott ist oft ganz anders, als wir ihn uns vorstellen. Anstatt des alten Mannes mit dem langen Bart, ist er vielleicht eine Frau oder auch noch ganz jung. Wenn wir Gott erkennen wollen, dann in der Begegnung mit unseren Mitmenschen.

Damit die Predigt keine leeren Worte bleiben, folgt auf den Gottesdienst die Möglichkeit zur Begegnung: beim Teilen der Ernte, von der alle einen Teil mit nachhause nehmen dürfen, beim Trinken des Apfelmosts und beim Essen des Sonntagszopfs, im Beisammensein und im gemeinsamen Gespräch.

Die Drehorgelmusik trägt mit den lüpfigen und oft auch bekannten Melodien genauso zu einem stimmungsvollen Ganzen bei, wie es die herbstlichen Bastelarbeiten der Kinder tun, die am Vortag mit dem Kinderteam fleissig für die Dekoration gewerkelt haben.
Bereitgestellt: 05.10.2022     Besuche: 34 Monat