Vikarin Claudia Gabriel hält ihren ersten Gottesdienst bei uns

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Aller Anfang hat überzeugt. Der schöne Gottesdienst hat die Leute mitgenommen und bereichert. Das anschliessende Gespräch im Kirchgemeindehaus mit 15 Personen hat das deutlich gezeigt.
Urs Heiniger,
In Ruhe hat sie die Gottesdienstbesucher empfangen, schon vor der Türe begrüsst. Und dann in eine konzentrierte Ruhe geführt und mit ihrer Predigt die Hörer bewegt.

Jesu Warnung vor Fake Prophecy hat die frühere Journalistin beinahe zu geführt, einen anderen Text zu wählen. Genug hätte sie von heutigen Vorwürfen Mächtiger gegen die "Lügenpresse" rund um die Welt. Dabei hätten Journalisten sich für ihre Worte zu verantworten, könnten vor Gericht gezogen werden, im Gegensatz zu denen, die Vorhaltungen machten.

Die Bergpredigt als Quelle dieser Warnung wolle den Leuten ja keine Verhaltensvorschriften machen, sondern diese zum Nachdenken bringen. Wenn Jesus zum Beispiel sage, wie gut es den Vögeln im Himmel und den Blumen auf den Feldern ginge, so sei das kein Grund, nichts mehr in AHV und Pensionskasse einzuzahlen. Aber wir sollen "uns das Leben nicht selber verderben und zu freudlosen 'Giizgnäppern' werden, weil wir uns ständig über die Zukunft Sorgen machen".

Statt sich in Lügen zu verstricken würde es doch besser dazuführen, dass sich Politiker und Bürger an den Tischen zusammensetzten und beispielsweise konstruktive Lösungen für Flüchtlinge zu suchen begännen. Und notorischen Lügnern sollte man mal eine Weile den Rücken zeigen und in der Zwischenzeit Gescheiteres machen. Falsche Propheten gäbe es wohl immer wieder und sie gewännen nur, wenn die Leute sich von ihnen auseinander bringen liessen. Aber wir könnten uns im Glauben auf Besseres besinnen und im Vertrauen auf Gott eine gute Gemeinschaft sein, wo man füreinander sorgt und miteinander spricht - einen Ort schaffen, wo man einander traut.

Diese Worte hatten es in sich. Das zeigte das Nachgespräch klar. Denn sie hatten die gegenwärtigen Erfahrungen aufgenommen und ihnen eine andere Vision entgegengestellt. Die Hoffnung von einem Gottesreich, das alle mitnimmt und auf Vertrauen basiert. Mir scheint, damit hat Claudia Gabriel einen tiefen Wunsch der Gottesdienstteilnehmer angesprochen und mit dem positiven Bild einer vertrauensvollen Gemeinschaft auch in Ausblick gestellt - ganz jesuanisch, in seinem Sinn und auf seine Art.

Viele haben deutlich gesagt, dass sie gespannt seien, was sie weiter von ihr zu hören bekämen, und dankten ihr für ihre Worte. Ich kann mich dem nur anschliessen und ihr eine weiterhin gute Ausbildungszeit bei uns wünschen. Denn es gefällt ihr nach eigenen Angaben gut bei uns, sie habe sich hier von Beginn weg willkommen gefühlt.
Autor: Urs Heiniger     Bereitgestellt: 28.10.2018     Besuche: 35 Monat