Projekt MITENAND

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Angekommen

Mitenand unterwegs – denn alle sind wir Gäste und Fremdlinge auf Erden

Silvia van der Kaag,
ds. Mitenand unterwegs – denn alle sind wir Gäste und Fremdlinge auf Erden

Krieg, Hunger, Ausbeutung, Naturkatastrophen – schon zu biblischen Zeiten wie auch heute sind Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Ungerechtigkeit und Perspektivenlosigkeit. In der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben lassen sie ihre Heimat, ihre Familie, ihr Hab und Gut zurück und begeben sich auf eine gefährliche Reise mit ungewissem Ausgang.
Die Tragödie, die der Flucht vorausgeht, ist im Bewusstsein Europa’s angekommen. Angekommen sind auch abertausende von Flüchtlinge – Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, die Seite an Seite mit uns leben und die unsere Nächstenliebe, Gastfreundschaft und Toleranz herausfordern.
Der biblische Gott ist ein Gott der Schwachen und Fremden: „Der Herr behütet die Fremdlinge, Waisen und Witwen hilft er auf“ (Ps 146, 9). Immer wieder wird das Volk Israel aufgefordert, sich auf die eigene Schwachheit und Bedürftigkeit zu besinnen und in diesem Bewusstsein dem Fremden zu helfen. So ermahnt Mose das Volk: „Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn ihr seid selbst Fremde gewesen im Land Ägypten“ (Dt 10, 19). Die Erfahrung des Fremdseins ist eine menschliche Erfahrung unabhängig von Zeit und Ort. Sie ist heute so aktuell wie damals und betrifft die Menschheit als Ganzes, denn alle sind wir letztlich „Gäste und Fremdlinge auf Erden“ (Heb 11,14).
Helfen, aber wie? Das Abdecken der Grundbedürfnisse nach Nahrung und Obdach ist erst der Anfang, denn Menschen sind mehr als ihre primären Bedürfnisse. Flüchtlinge möchten ankommen, dazugehören, mitreden, Heimat finden. Sich auf die Flüchtlinge einzulassen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, ist gelebte Nächstenliebe.
Im Dezember 2015 ist in Arth das Projekt MITENAND! initiiert worden. Seither wird an zwei Tagen wöchentlich interessierten Flüchtlingen Sprache und Kultur der Schweiz vermittelt, beim gemeinsamen Kochen, Essen, Spielen. Es wird zusammen geplaudert und gelacht. Die direkte Begegnung hilft, die Flüchtlinge besser zu integrieren und Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. Allen, die sich gerne für die Flüchtlinge in unserer Gemeinde engagieren wollen, sei das Projekt MITENAND! empfohlen.
Helfen wir diesen Menschen anzukommen, damit die Flucht ein Ende nimmt.

Interessierte melden sich unter: Jonathan Prelicz oder Ursula Studer auf E-Mail:
mitenand.arth@gmail.com oder Telefon 041 855 58 59.
2016 - Projekt Mitenand
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Fotograf/-in Ursula Studer
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Bereitgestellt: 10.06.2016